STOP&GO informiert


Interessantes und Nützliches

 

Der Automobilclub von Deutschland, AvD, stellt auf seiner Informationsseite die Eigenschaften des Marders vor. Die folgenden Informationen geben einen interessanten Überblick zu Verhalten, Vorlieben und Gewohnheiten des kleinen Raubtieres.

avd

 

1. Marder
Der Marder, genauer der Steinmarder, ist ein in Mitteleuropa beheimatetes Kleinraubtier, das sich gerne an Autos zu schaffen macht. Ähnlich wie Taube, Maus und Ratte hat er es gelernt, unter Menschen in Dörfern und Städten zu leben. Er ist ein fanatischer Revierkämpfer, besonders beginnend mit der Paarungszeit und aktiv von Frühjahr bis Herbst. 


2. Warum ist der Motorraum für den Marder so interessant? 
Marder werden von der Wärme des gerade abgestellten Autos angezogen. Auch der Schutz einer vermeintliche „Höhle“ beziehungsweise das Anlegen von Vorräten kann ein Grund sein. Meist ist es aber das Revierverhalten des Einzelgängers. Riecht es aus dem Motorraum nach einem Kontrahenten, wird der Marder sofort zur „Verteidigung“ animiert.

3. Wieso zerstört der Marder den Motorraum? 
Kommt das mit einer fremden Duftmarke belegte Fahrzeug in ein anderes Revier, wirkt das provokant auf den dortigen Revierbesitzer. Speziell vor der Paarungszeit sind die Verteidigungsbereitschaft – und damit die Zerstörungswut - des Revierbesitzers besonders hoch. 

4. Was sind besonders beliebte Angriffspunkte im Motorraum? 
Grundsätzlich gehören sämtliche Weichteile wie Dämmmatten, Kühlschläuche, Brems- und Zündkabel zu den Angriffszielen. 

5. Gibt es bevorzugte Orte, an denen die Marderplage besonders groß ist? 
Seit Jahren ist der Marder eher in den südlichen Regionen der Republik beheimatet. Aber mittlerweile kommen schon länger die Meldungen über betroffene Fahrzeuge aus allen Bundesländern. Auch in Nachbarländern wie der Schweiz, Österreich, Frankreich und den Niederlanden sind Marderschäden ein bekanntes und weit verbreitetes Problem. 

6. Gibt es eine Versicherung gegen den Marderbiss? 
Da die Versicherungsgesellschaften ihre Vertragsbedingungen heute frei gestalten können, kann ein Marderbiss je nach Gesellschaft und Police unterschiedlich versichert sein. Manche Versicherer bieten für den Marderschaden eine gesonderte Police an. 

7. Wie hoch ist der wirtschaftliche Gesamtschaden von Marderbissen in Deutschland? 
Experten gehen von ca. 199.000 Marderbissen pro Jahr aus. Genaue Zahlen über die Gesamtschadenhöhe sind nicht bekannt, da viele Schäden, die ursprünglich auf Marderbisse zurückzuführen sind, nicht als solche erkannt und gemeldet werden. 

8. Was hilft gegen Marderbisse? 
Die landläufig bekannten Hausmittel oder selbstgebauten Marderfallen wie WC-Steine, Hundehaare oder Ähnliches im Motorraum haben keinerlei nachweißbare Wirkung. 

„STOP&GO-Marderabwehr“ empfiehlt eine mehrstufige Vorgehensweise: Finden sich im Motorraum Spuren eines Marders, muss im ersten Schritt die Duftmarke entfernt werden. Sonst kommt es zum sogenannten Ping-Pong-Effekt: Ein Marder wird, auch wenn er noch keinen Schaden verursacht, eine Duftmarke in das besuchte Fahrzeug setzen. Wenn das Auto an einem anderen Ort abgestellt wird,  kommt ein weiterer Marder an dem Fahrzeug vorbei. Dieser wittert den vermeintlichen „Eindringling“ und will ihn mit aller Aggressivität angreifen um sein Revier zu verteidigen. Da er ihn nicht vorfindet, beisst bzw. reisst er die Duftmarken des Rivalen weg und setzt seine eigene darüber. Wenn das Fahrzeug nun wieder in ein Fremdrevier kommt beginnt das Angriffs-Spiel von neuem. Zur Neutralisierung der Duftmarke empfiehlt sich eine qualifizierte Motorwäsche oder - mit weniger Risiko für die Fahrzeug-Elektronik - ein Duftmarken-Entferner. 

Anschließend muss sich der Anwender entscheiden: 
a. Duftstoffe: Erfahrungsgemäß reagieren Marder unterschiedlich auf diese Maßnahme. Die meisten werden durch die, nach ihrem natürlichen Feind riechenden Duftstoffe, vertrieben. Manche stört der Geruch weniger. Insgesamt ist die Erfolgsquote relativ hoch. 
b. Ultraschall: Die für den Menschen unhörbaren Frequenzen wirken auf den Marder extrem unangenehm, so dass er Reißaus nimmt. Ultraschall ist nicht in der Lage, feste Materie - wie zum Beispiel Bauteile im Motorraum - zu durchdringen. Deshalb ist nur bei hochwertigen Produkten, im Idealfall mit sich verändernden Tönen und mehr als einem Lautsprecher, ein nachhaltiger Erfolg zu erwarten. 
c. Hochspannung: Besonders dauerhaft vertreiben Stromschläge („Weidezaunprinzip“) den Marder. Hochspannungsgeräte mit Edelstahl-Hochspannungs-Kontakt-Platten werden an den Stellen im Motorraum angebracht werden, wo sich der Marder gerne aufhält. Die Stromschläge sind harmlos, aber sehr unangenehm und vertreiben den Eindringling. Hinzu kommt der Schreck, den der Marder nie vergisst und deshalb zukünftig das betreffende Fahrzeug meidet. 

9. Muss man den Stromverbrauch dieser Hochspannungsgeräte befürchten? 
Hochwertige Produkte haben lediglich eine geringe Stromaufnahme, die mit einer Auto-Uhr vergleichbar ist. Die zusätzliche Belastung der Batterie ist unbedeutend. 

10. Kann eine vollständige Entladung der Fahrzeugbatterie verhindert werden? 
Durch den Anschluss eines Dauerladegerätes an 220 Volt Anschluss und Fahrzeugbatterie ist die Gefahr einer Batterieentladung vollständig gebannt.  Alternativ kann auch ein vom Bordnetz unabhängiges Batteriegerät verwendet werden.

 

 


Unterfamilien der Marder

Marderartige
Honigdachse
Dachse
Skunks
Otter
Echte Marder

Baummarder
Steinmarder
Buntmarder
Fichtenmarder
Fischmarder
Zobel
Stinkmarder

Iltis
Frettchen
Steppeniltis
Schwarzfußiltis
Tigeriltis
Zorilla
Europäischer Nerz
Nordamerik. Nerz
Hermelin Mauswiesel